Datensammelstelle nach § 303b SGB V für das Datentransparenzverfahren.

Über das Projekt

Leistungszeitraum 2020 bis 2021 Aufbau und erste Stufe der Datenübermittlung gemäß DaTraV, 2022 bis heute Betrieb und zweite Stufe der Datenübermittlung gemäß FDZGesV

GKV-Spitzenverband


Im Datentransparenzverfahren werden die Kosten- und Abrechnungsdaten als Routinedaten über die gesamte Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zusammengeführt, um sie als Gesamtbestand im Forschungsdatenzentrum Gesundheit (FDZ Gesundheit) forschenden Einrichtungen zugänglich zu machen. Dabei wird durch Einbezug einer Vertrauensstelle der Schutz der Versichertendaten sichergestellt.

In den §§ 303a bis 303f SGB V ist das Verfahren in seinen Grundzügen festgelegt, wobei der Datensammelstelle beim GKV-Spitzenverband eine zentrale Bedeutung zukommt. Sie nimmt die pseudonymisierten Daten aller Kassen an und prüft sie auf formale Korrektheit, Vollständigkeit, Plausibilität und Konsistenz. Anschließend werden auch die leistungserbringeridentifizierenden Angaben pseudonymisiert, um sie an das FDZ Gesundheit weiterzuleiten.

Die erste Stufe mit Daten aus ambulanter Versorgung, Arzneimittelverordnungen und Krankenhausaufenthalten mit jährlicher Lieferung der Daten wurde in den Jahren 2000 bis 2022 realisiert. In der zweiten Stufe werden ab 2026 gemäß FDZGesV über ein Dutzend weiterer Leistungsbereiche einschließlich der Sozialen Pflegeversicherung (SPV) einbezogen. Zudem ist die quartalsweise Lieferung eines gesamten Zeitjahres vorgesehen.

Es handelt sich um den größten zu übermittelnden Datensatz in der GKV. Sowohl der inhaltliche Umfang der Daten als auch das technische Datenvolumen stellten für die Datensammelstelle eine große Herausforderung dar. Dem GKV-Spitzenverband ist es in enger Zusammenarbeit mit den Kassen sowie ihren Verbänden und Dienstleistern gelungen, sowohl die erste Stufe ab 2021 als auch die zweite Stufe ab 2026 fristgerecht umzusetzen.

Federführend im GKV-Spitzenverband war der Stabsbereich Vertragsanalyse, der eng mit den Fachabteilungen und der IT zusammenarbeitet. Ich konnte mit Beginn der Umsetzung den Stabsbereich bereits beim Aufbau der Datensammelstelle unterstützen. Angesichts immer neuer und komplexerer Aufgaben der Datensammelstelle hat sich dies bis zur jetzigen Zeit fortgesetzt.

Referenz im Internet: → gkv-spitzenverband.de/gesundheitsdaten

Meine Aufgaben als Unterstützung in enger Abstimmung mit der Projektleitung

  1. Konzeption des Datenflusses und des organisatorischen Ablaufs der Datenübermittlung von den Kassen über die Datensammelstelle hin zum Forschungsdatenzentrum Gesundheit und Vertrauensstelle
  2. Entwurf, Abstimmung und Aktualisierung der Technischen Regelungen mit Kommunikationspartnern gemäß § 303b Abs. 1 und 3 SGB V
  3. Beschreibung der zu übermittelnden Daten auf Basis der Technischen Anlagen verschiedener Datenaustauschverfahren in GKV und SPV
  4. Unterstützung bei den Verwaltungsvereinbarungen mit dem Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM / FDZ Gesundheit) und Robert Koch-Institut (RKI / Vertrauensstelle)
  5. Wissensmanagement zu Dateninhalten einschließlich der Beschreibung von Optionen zur Weiterentwicklung des Verfahrens
  6. Vorbereitung und Durchführung von organisationsübergreifenden Steuerkreisen und themenbezogenen Workshops
  7. Projektmanagement und Berichtswesen